Projekt im Anlagenbau

…war das Motto des zweiten Treffens der Local Group Ruhrgebiet. Am 25. März trafen sich bekannte und neue

Das Treffen startete mit einer Umfrage zum “State of Agile” im Anlagenbau.

Mitglieder der Local Group Ruhrgebiet in den Räumen der RUHR PM erstmalig in der ehemaligen Lampenstube der Zeche Bonifacius in Essen-Kray. Nach ein paar einleitenden Worten durch mich, den Paten des Treffens, stieg die Gruppe sehr schnell in die Diskussion ein. Die Diskussionsbeiträge umkreisten schwerpunktmäßig zwei Themenbereiche. Einerseits ging es um die Frage, ob und wenn ja welche der aktuellen Methoden schon agile Aspekte aufweisen. Dabei wurden, sozusagen en passant, die grundlegenden Konzepte und Zielsetzungen agiler Arbeitsweisen erarbeitet, die für einige der Teilnehmer vielleicht auch eher aufgefrischt wurden. Die wichtigsten Methoden und Ansätze hat Patrick Kiwitter am Ende der Sitzung auch noch mal zusammengefasst.

Zweiter Schwerpunkt der Diskussion war die Frage, in welchen Phasen und Situationen in einem Anlagenbauprojekt agile Methoden grundsätzlich anwendbar sind. Hierbei kristallisierten sich insbesondere zwei zentrale Momente heraus. Einerseits der Bereich der Produktdefinition, also die eher vertriebliche Phase der Projekte. Wenn es darum geht, mit dem Kunden zu definieren, welches Produkt bzw. welche Anlage für die Erfüllung seiner Anforderungen geeignet ist. Je offener dabei der Lösungsraum ist, desto agiler kann die Phase angegangen werden. Ein zweiter Bereich, in dem agile

In der Diskussion wurden verschiedene agile Methoden besprochen.

Ansätze zur Geltung kommen, sind – für mich auch eine neue Erkenntnis – Änderungen im Produkt. Immer, wenn geplante Anforderungen nicht mit den geplanten Mitteln und Wegen umsetzbar sind, bietet sich die Möglichkeit, das Produkt und seine  Anforderungen neu zu überdenken und das Produkt umzugestalten. Sicherlich sind Anlagen hierbei anderen Einschränkungen unterworfen als vielleicht Softwareprodukte. Aber auch hier kann durch eine bewusste flexible Gestaltung des Produktes zumindest eine gewisse Agilität gewonnen werden. Diese eröffnet sowohl im weiteren Projektverlauf als auch beim Betrieb von Anlagen Spielräume für die Erschaffungen zusätzlichen Nutzens.

Das hochaktuelle Thema ließ die Teilnehmer auch nach dem Ende des Treffens weiterdiskutieren.

Sowohl die Anzahl der Teilnehmer als auch die Lebhaftigkeit der Diskussion haben gezeigt, dass auch oder vielleicht sogar gerade in den klassischen Projektbranchen ein hohes Interesse an aktuellen Projektmanagementansätzen besteht. Auch uns Moderatoren der Local Group hat die Diskussion mit Projektmanagern aus anderen Branchen viele neue Erkenntnisse gebracht, die wir auch in weiteren Treffen der Local Group Ruhrgebiet mit einfließen lassen werden.

Für die Teilnahme der Local Group können mit dem Claimcode C298464BDT unter https://ccrs.pmi.org zwei PDUs im Bereich Technical Project Management beantragt werden.

Dr. Eckhard Hauenherm

VP Communications

PMI Köln Chapter e.V.

Agilität im Anlagenbau…
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