Bereits Ende der 1980er Jahre wurden zum Projektmanagement zahlreiche schriftliche Leitfäden oder Rahmenwerke (Engl.: Frameworks) veröffentlicht, die verschiedenen Aspekte des Projektmanagements dokumentieren und formalisieren; dennoch gab es bis in die 1990er Jahre hinein nie etwas Allumfassendes, das einen ganzheitlichen und integrierten Ansatz verfolgte.

Ende der 1990er Jahre arbeitete Adrian Dooley, der Initiator von Praxis Framework®, als Trainer und führte zahlreiche Kurse für verschiedene Qualifikationen im Projektmanagement durch, in denen im Allgemeinen die gleichen Prinzipien mit unterschiedlicher Terminologie und Struktur vermittelt wurden. Dies war ihm suspekt, da bereits Gelerntes unter einer neuen Bezeichnung erneut gelernt und erlernt werden musste.

Daher entschloss er sich im Jahre 2012 sein Rahmenwerk, Praxis Framework®, zu schaffen, um nur einen ganzheitlichen und integrierten Ansatz zum Wohle aller zu verfolgen. Dabei sollten alle bewährten Prozesse und Methoden aus anderen Leitfäden erhalten bleiben, sodass alles mit einem leeren Blatt Papier mit dem Ziel begann, um das Management von Projekten, Programmen und Portfolios von nun an von nur einem einzigen Rahmenwerk erläutern zu lassen.

30 Jahre später nach dieser ersten Veröffentlichung zum Thema Projektmanagement hat das Internet unsere Arbeitsweise mittlerweile völlig verändert. Das Internet bietet Zugang zu unglaublich vielen kostenlosen Informationen. Somit wurde entschieden, dass auch das Praxis Framework völlig kostenlos und als Teil der „Wikipedia-Generation” zur Verfügung stehen soll, um Reichweite und Nutzbarkeit dieser wichtigen Grundlagen des Projekt-, Programm- und Portfoliomanagements für alle Interessenten zu erhöhen und auch eine Mitarbeit zu vereinfachen.

Warum Praxis?

Nach Aristoteles gibt es drei grundlegende Aktivitäten des Menschen: Theoria, Poiesis und Praxis.

In der Praxis dreht sich alles um die praktische Anwendung von Wissen. Durch gesellschaftliches Engagement soll die Praxis zu einem Wissensspeicher werden, den Projekt-, Programm- und Portfoliomanager praktisch anwenden können.

Warum dieses Logo von Praxis?

Das Logo führt ein Gitter als „Buckyball” oder ein Buckminsterfulleren auf, also ein Molekül aus 60 Kohlenstoffatomen. Durch seine einzigartige Struktur ist es besonders stabil und daher eine Analogie für Praxis, bei der jede Komponente von klaren Bindungen zu den anderen Teilen des Frameworks profitiert.
Benannt wurde der „Buckyball” nach den Entwürfen des Architekten R. Buckminster Fuller. Er schuf auch folgendes Zitat:

„Man ändert die Dinge nie, indem man die bestehende Realität bekämpft. Um etwas zu ändern, bauen Sie ein neues Modell, das das vorhandene Modell überflüssig macht.” Das ist genau das, was die Initiatoren von Praxis sich erhoffen.

Vorstellung

Das Praxis Framework® ist ein insgesamt integriertes Modell für zur Durchführung von Projekten, Programmen und Portfolios.

Hier werden wir Ihnen es kurz vorstellen und zugleich erläutern, wie Sie und Ihre Organisation sich bei der Durchführung von Projekten und Programmen sowie zur Steuerung Ihres Portfolios in puncto Effektivität und Effizienz verbessern können, indem Sie die individuelle Leistung Ihrer Projektleiter / -manager, Teameffektivität und organisatorische Reife steigern.

Golden Circle

Warum?

Als 1995 Martin Cobb CIO des Sekretariats des kanadischen Finanzministeriums war, stellte er die als Cobbs-Paradox bekannt gewordene Frage: „Wir wissen, warum Projekte scheitern, wir wissen, wie man ihr Scheitern verhindert – warum scheitern sie dann also immer noch?”

Die Community von Praxis Framework® meint dazu, dass dies in erster Linie daran liegt, dass Organisationen Menschen in einer bewährten Vorgehensweise (Praxis) ausbilden, ihnen jedoch nicht die Mittel zur Verfügung stellen, um diese in ihrer Organisation einzubetten und umzusetzen, sodass diese zur natürlichen Praxis in der Organisation werden.

Was?

Um einen effektiven Rahmen für Projekte zu schaffen, müssen Organisationen verschiedene Leitfäden, Standards und Ressourcen kombinieren. Dabei geht es darum, eine Terminologie zu harmonisieren, Überschneidungen zu beseitigen und Lücken zu schließen. Dies ist ein zeitaufwendiger und teurer Prozess, insbesondere wenn die maßgeschneiderte Lösung nicht gut gewartet wird.

Das Praxis Framework® löst dieses Problem, indem es eine umfangreiche Wissenssammlung (Engl.: Body of Knowledge) mit einem etablierten methodischen Ansatz (Engl.: Method) integriert. Es bietet darüber hinaus ein Kompetenz-Rahmenwerk (Engl.: Framework) und ein Reifegradmodell (Engl.: Capability Maturity Model) an, das auf bewährten Ansätzen basiert und nahtlos von Wissen in Methoden integriert ist.

Wie?

Um eine Übernahme von bewährten Vorgehensweisen („good practices“) in die gängige Praxis zu fördern und zu fordern, müssen sie leicht zugänglich, umfassend, regelmäßig aktualisiert und einfach zu verwenden sein.

Das ist der Zweck der Webseite von Praxis Framework®. Einzelpersonen und Organisationen benötigen Prozesse und Werkzeuge nicht nur, um Wissen zu erlangen und bewährte Verfahren zu entwickeln, sondern, was noch viel wichtiger ist, um deren Anpassung und Integration in die Unternehmenskultur zu unterstützen. Der Einsatz dieser Prozesse und Werkzeuge macht den Praxis Pathway aus.

Wie bei allen Wissensdatenbanken und Methoden verweist dieses Rahmenwerk, Praxis Framework®, häufig auf Techniken und Modelle, die regelmäßig bei der Projektdurchführung verwendet werden. Diese sind alle in der Enzyklopädie von Praxis Framework beschrieben.

Zertifikate

Interessierte können sich über das Praxis Framework® über sein Webportal rundum informieren. Sein Inhalt ist völlig kostenlos und steht jeder / jedem frei zur Verfügung und wird von seiner Community betrieben und stets auf dem aktuellen Stand gehalten. Anwender des Frameworks können jederzeit Aktualisierungen vorschlagen, die dann einem sog. Peer-Review unterzogen werden, um diese bei Annahme mit hoher Agilität ins Rahmenwerk zu integrieren.

Die Angaben sind ohne Gewähr. Verbindliche Aussagen erhalten Sie ausschließlich auf Engl. über Praxis Individual Path.

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